Jan 10

2012 ist noch jung doch hier in den USA geht es gleich ins Eingemachte denn Ende dieses Jahres stehen Präsidentschaftswahlen, Wahlen zum Kongress, diverse Gouverneurswahlen und Parlamentswahlen in einigen Bundesstaaten an. Das wichtigste sind natürlich die Präsidentschafts- und Kongresswahlen.

Am 6. November wird also dann von sog. Wahlmännern (dem Electoral College = Wahlmännerkollegium) der neue oder alte Präsident der USA gewählt werden. Eigentlich werden formal am 6. November nur die sog. Wahlmänner gewählt, die dann ihrerseits im Dezember den Präsidenten und Vizepräsidenten wählen werden. Da man aber weiß wen die Wahlmänner wählen werden, steht also bereits im November fest, wer neuer oder alter Präsident werden wird. Wie das Ganze nun tatsächlich passiert ist irgendwie verwirrend und kompliziert. Aber hier mal ein Versuch der Erläuterung:

Das Electoral College besteht zur Zeit aus 538 Wahlmännern aus 50 Bundesstaaten und dem Bundesbezirk (District of Columbia). Jeder Staat und der Bundesbezirk haben dabei so viele Wahlmänner wie sie Vertreter in beiden Häusern des Kongress (Senat und Repräsentantenhaus) haben. Wieviele Vertreter welcher Staat nun hat und damit auch die Anzahl der zu wählenden Wahlmänner pro Staat wurde letztmals im Jahr 2010 durch den Census festgestellt, wobei die Anzahl der Senatoren unabhängig von Größe des Staates immer 2 ist. Ich hatte berichtet (hier klicken)

Heutzutage stehen auf den Wahlzetteln meist die Namen des Präsidentschaftskandidaten auch wenn dieser (wie gesagt) nur indirekt gewählt wird. Da in den meisten Bundesstaaten das Mehrheitswahlrecht gilt, erhält dann eben derjenige Kandidat, der die meisten Stimmen am 6. November erhält ALLE Wahlmänner des betreffenden Bundesstaates und der/die anderen Kandidaten gehen leer aus.

Alles klar? Verwirrend ich weiß. Eigentlich müssten die Namen der Wahlmänner, die man direkt wählt, auf dem Stimmzettel stehen, und die müssten dann am Ende im Dezember den Präsidenten wählen, aber es wird noch besser.

In etwa der Hälfte aller Bundesstaaten sind die Wahlmänner frei in ihrer Stimmabgabe, dh sie können auch entgegen dem Wählerwunsch abstimmen. Bei den anderen ist es gesetzlich und oft noch durch ein besonderes Gelöbnis verboten anders als dem Wählerwunsch zu stimmen.

Im Dezember geben sie dann in ihren jeweiligen Hauptstädten ihre Stimmen ab. Diese werden versiegelt und dem amtierenden Vizepräsidenten zu gestellt. Bei der ersten Sitzung des Kongress (immer am 6. Januar) werden dann die Stimmen ausgezählt und die Kandidaten mit den meisten Stimmen werden Präsident und Vize.

Im Prinzip war dies jetzt die sehr sehr kurze Variante. Natürlich gäbe es noch viel mehr zu erzählen, aber ich bin ja kein Oberlehrer ;-)

Wie dem auch sei. So weit sind wir ja im Moment noch gar nicht, sondern befinden und in den Vorwahlen. Hier gilt es nund die Kandidaten der Parteien zu finden, welche im Sommer dann als offzizielle Kandidaten für das Präsidentenamt vorgestellt werden.

Wir erinnern uns sicherlich noch an das Mega-Spektakel vor 4 Jahren, als es für die Demokraten in den Vorwahlen um die Frage ging ob nun Hilary Clinton oder Barack Obama die aussichtsreichsten Kandidaten für ihre Partei sein würden. Damals war es natürlich noch spannender, weil auch die Republikaner geeignete Kandidaten finden mussten, da ihr amtierender Präsident mit 2 absolvierten Amtszeiten nicht mehr wieder gewählt werden konnte.

In diesem Jahr stellt sich die Frage nun nicht, da Barack Obama, der Demokrat, zu einer zweiten und letzten vierjährigen Amtszeit gewählt werden und bereits angekündigt hat für seine Demokratische Partei nominiert werden zu wollen. Nun gilt es also einen Herausforderer aus dem Lager der Republikaner zu finden und so durften wir bereits im letzten Jahr diversen Kandidaten und Möchte-Gern-Kandidaten aus dem Lager der Republikaner lauschen wenn sie ihre Ansichten von einem “besseren” Präsidenten zum Besten gaben. Diese haben sich nun diversen Vorwahlen, sog. Primaries oder auch in sog. Caucasus der Wählerschaft zu stellen. Aber das erzähle ich dann im nächsten Teil :-)

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Jan 01

Wir wünschen Allen ein Frohes Neues Jahr! Möge es glücklich, gesund, erfolgreich und heiter für Euch werden :)

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Dec 08

Ja man glaubt es kaum, aber auch hier ist der Winter mittlerweile angekommen. Naja, beschweren können wir uns eigentlich nicht wirklich.

Wir haben seit Wochen schönsten Sonnenschein und die Nachmittage verwöhnen uns mit Temperaturen im zweistelligen Grad Celsius Bereich. Zwar gab es letzte Woche hier heftige Stürme (inklusive obligatorischen Riesenstrohmausfall in der Nähe von L.A.) und Frost Warnungen in der Bay Area, aber das findet meist in der Nacht und frühen Morgenstunden statt. Ja, kalt ist es dann wirklich und ich habe schon so manche Nacht den Wunsch nach einem energiesparend isoliertem deutschen Neubau mit doppelt- oder gar dreifachverglasten Fensterscheiben, Fußbodenheizung und/oder zumindest Zentralheizung verspürt, aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert.

Nun denn, wir genießen jedenfalls unsere tägliche Dosis Sonne sehr, und auch der Hund findet es ganz fabelhaft. Insbesondere natürlich unsere ausgiebigen Spaziergänge in der nähren und weiteren Umgebung.

So waren wir z.B. letztes Wochenende in Tiburon.

Tiburon ist ein kleiner Ort nördlich von San Francisco und östlich von Sausalito, welcher auf einem kleinen Landzipfel direkt an der Bucht liegt.

Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf San Francisco und natürlich auch auf die Golden Gate Bridge, welche man von Sausalito aus kaum sehen kann.

Es geht eine Fähre rüber nach Angel Island, eine Insel mitten in der Bucht, welcher früher Immigration Zentren beherrbergte und militärische Einrichtungen. Heute kann man dort wunderbar wandern (was wir aus Erzählungen wissen, aber leider selbst noch nicht ausprobiert haben und was in Anbetracht des Hundeverbotes dort wohl auch nicht so schnell passieren wird) denn es gibt keine Autos dort.

In Tiburon selbst hatten wir dann einen schönen langen Spaziergang gemacht. Es gab ein Treffen von lauter Bearded Collies (so wie Pepper einer ist) und das war richtig witzig und für den Hund natürlich eine Mordsgaudi.

Wir hatten was zu Quatschen und einen wunderbaren Ausflug nach Tiburon.

Auf dem Rückweg gab es dann noch das obligatorische Fotoshooting vor der Golden Gate Bridge. Nicht dass wir von ihr nicht schon genug hätten, aber irgendwie finden wir die auch nach über 2 Jahren immer noch total schön.

Nun genießen wir noch die letzten sonnigen Tage bevor wir dann in Kürze für diverse Festivitäten nach Deutschland und die Schweiz reisen werden. Wir würden es sehr begrüßen, wenn für dieses Vorhaben Schneechaos, Fluglotsenstreiks, Blitzeis und andere Katastrophen ausbleiben könnten und wir nicht die Weihnachtstage irgendwo gestrandet auf einem einsamen, kalten Flughafen verbringen müssen.

Wir versuchen im Gegenzug auch etwas von dem Sonnenschein mitzubringen. Versprochen!

 

 

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Dec 01

Heute, am 1. Dezember 2011 ist in San Francisco Stadt und County ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches Restaurants und anderen Etablissements zur Verköstigung der Gesellschaft verbietet, kostenlose Geschenke für Kinder mit ihren Malzeiten anzubieten, wenn diese Malzeiten / Menüs nicht besonderen, in besagtem Gesetz festgesetzten, Anforderungen zu Gesundheit und Nährwerten entsprechen.

Letztendlich zielt das Gesetz darauf ab, dass insbesondere Fast Food Ketten wie McDonald’s keine Spielsachen zu ihrem Happy Meal mehr verschenken dürfen, weil dies ein Anreiz für Kinder wäre, sich schlecht zu ernähren. Man will wohl erreichen, dass Kids nicht mehr dort Essen, weil es ja keine Spielsachen mehr gibt, die das Essen dort so interessant gemacht haben. Ja, nee, is klar! Argument ist, dass die Spielsachen eine Marketing Kampagne zielgerichtet auf Kinder sei, und damit auf eine Zielgruppe die selbst (noch) nicht in der Lage ist, gesunde Entscheidungen für sich selbst zu treffen. Aha!

Als ob die Kids da alleine hin gehen würden! Aber bevor ich mich jetzt darüber auslasse, dass der Senat ja gerade Pizza als Gemüse anerkannt hat, damit sie weiter in Schulkantinen angeboten werden kann und damit das Schulessen bezahlbar bleibt, erzähle ich nun lieber wie es in dem sog. Happy Meal Ban weiter geht.

Also, heute nun ist dieses Gesetz in Kraft getreten und schon beschlich die Bevölkerung die Angst vor kreischenden und schreienden Kids in San Francisco, die enttäuscht in ihre spielzeugleeren Tüten schauen. Aber nein!

McDonald’s und andere Vertreter dieser so großen Vielzahl von Schnellimbissketten haben ein Schlupfloch im Gesetz gefunden.

Da es ja nur die “kostenlose” Verteilung von Spielzeug verbietet, nicht aber den “Verkauf” werden nun Happy Meal Spielsachen auf Wunsch für 10c ents pro Tüte verkauft. Der hieraus gewonnene Erlös kommt nun darüber hinaus auch noch der Ronald McDonald’s Stiftung zu Gute.

Well played McDonald’s kann ich da nur sagen. Nicht nur dass sie damit das Gesetz umgehen, nein, mit dem “Guten Zweck” im Hintergrund fühlt es sich jetzt wohl noch besser an ein Happy Meal für die Kleinen zu bestellen und sich die 10 cents für das Spielzeug für den Guten Zweck noch aus den Rippen zu leiern.

Respekt!

Naja, aber bei alle dem hat das Gesetz während der Debatten und der Vorlaufzeit schon einiges bewirkt und so bieten die lieben Dickmachläden nun auch Milch, Säfte und Obst zu ihren Menüs an. Ein Hoch auf schlankere Kinder!

Wobei ich mich frage, ob das Übergewicht bei Kindern nicht vielleicht auch ein klein wenig damit zu tun haben könnte, dass in Schulkantinen Chicken Wings, Pommes und eben die berühmte Pizza verteilt werden und zum Beispiel Köche wie Jamie Oliver mit dem bemühen die Schulkantinen gesünder zu machen kläglich gescheitert sind. Und woran? Natürlich am Geld.

Aber nur so eine Idee.

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